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Sonntag, 6. November 2016
Wiedervereinigungs-Herbstachterfahrt
Montag, 24. Oktober 2016
Puhlstromfahrt 2016
Es ist Mitte Oktober. Das Laub an den Bäumen fängt langsam an sich zu verfärben. Die Temperaturen werden kühler.
Ich treffe mich mit Klaus R. und fahre mit ihm nach Klein Köris zum Ruderverein Sparta. Von hier aus soll die Puhlstromfahrt starten. Fahrtenleiter ist Andreas A., den ich bereits von unserer Oder-Umfahrt in diesem Jahr kenne.
Im Vereinshaus angekommen, sehe ich noch mehr bekannte Gesichter. Keule von der TiB (ok - ihn habe ich auch erwartet), John und Arne vom Ruderklub Viking aus Dänemark, Klaus aus Tegelort (mir auch aus Dänemark bekannt). Dann natürlich die Kameraden aus Sparta: Andreas, Andi und Kai (der ist mir allerdings neu) und noch diverse weitere, die man dann sicher zum Abrudern wieder sieht.
Am Abend erst mal gechilltes Wiedersehen. Ich penne bei Klaus in seiner kleinen Finnhütte auf dem Vereinsgelände. Schön, das auch mal von innen zu sehen.
Am nächsten Morgen werden die neun Boote fertig gemacht. Vier gesteuerte Zweier und fünf Ohne gilt es zu besetzen. Ich bekomme John aus Dänemark als Obmann zugewiesen und wir rudern gemeinsam in der "Springsee".
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| Neun Boote liegen abfahrtbereit - letzte Besprechung zur Bootseinteilung (2016©HelgeKubath) |
Noch keine 20 Meter vom Ufer fällt mein Rollsitz aus. Klemmt bzw. rollt nicht. Also Ersatzrollsitz. Der geht erst mal. Aber auch hier merke ich bald, dass er immer wieder hakt. Egal. Wir sind schon auf dem Hölzernen See und gleich kommt die Schmölde. Die zieht sich – wie immer.
Dahinter geht es dann aber in die Dahme, immer stromaufwärts. Die erste Schleuse lassen wir links liegen und nutzen lieber die Schurre. Wir müssen eh noch etwas auf die Anderen warten und genießen unsere erste längere Pause.
Gute 6 Kilometer später bekomme ich in der Schleuse "Hermsdorfer Mühle" meine Gelegenheit und mopse mir aus einem anderen Boot noch einen Ersatzrollsitz. Aah - der funktioniert. Hinter der Schleuse geht’s weiter.
Immer weiter durch kräftig grüne Bewaldung rechts und links. Erstaunlich für Mitte Oktober. Es weht ein frischer Wind, aber die Temperaturen sind nicht wirklich kalt.
Am Kilometer Null gehts weiter den Dahme-Umflutkanal bis zu einem Überfallwehr in Märkisch Buchholz. Es gibt keine Schleuse. Nur eine alte Bootsschleppe führt unter der Straße die knapp 10 Meter hoch zum weiterführenden Kanalzug.
Ab da heißt es 1000 Meter rudern und das Ganze wiederholt sich - nicht ganz so steil, dafür mit einer harten Kurve und einem noch verrosteteren Schleppwagen. Gemeinsam zerren wir unsere neun Boote über die Anhöhen und lassen sie danach wieder zu Wasser. Das kostet nicht nur Zeit sondern auch Kraft. Es war der anstrengendste Part bei der ganzen Tour.
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| Festmachen vor Großwasserburg (2016©HelgeKubath) |
Nach den zwei Schurren geht es relativ relaxed weiter über den Köthener See, durch die letzte Schleuse bis Groß Wasserburg. Hier beziehen wir für die nächsten Nächte Quartier.
Im Großen Saal sucht sich jeder eine kleine Ecke und bereitet sein Nachtlager vor. Danach gehts in die gute Stube, um zu lachen und zu klönen.
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| Gemütlich bei unserem Gastgeber (2016©HelgeKubath) |
Am nächsten Morgen heißt es frisch machen – Puhlstrom wir kommen.
Durch die Wasserburger Spree schlängeln wir uns durch. Spätestens jetzt weiß man, wieso hier mit keinem Vierer gerudert werden kann. John gibt in einer Tour Kommandos: Steuerbord über, Backe lang, Kappenalarm… Es ist Abenteuer pur. In den Innenkurven muss man auf Sandbänke achten, beide Ufer sind von umgestürzten Bäumen gesäumt oder diese hängen so tief, dass wir uns klein machen müssen. Einmal lag ein Baum sogar komplett über dem Wasserlauf, so dass wir uns lang auf den Rücken legen mussten und uns mit den Händen unter dem Baum durchgezogen haben. Fünf Zentimeter weniger und es hätte nicht mehr gepasst.
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| Kai und TK - kleine Pause irgendwo im Nirgendwo (2016©HelgeKubath) |
Den genauen Weg, den wir gerudert sind, kann ich gar nicht mehr wiedergeben - oft rätselten wir, wo es nun lang geht. Ich glaube, wir sind über den Krügers Strom, dann langes Horst Fließ auf den Puhlstrom. Dort legten wir an und haben erstmal ordentlich gegessen.
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| Hunger… (2016©HelgeKubath) |
Auf dem Rückweg durch das Spreewald-Labyrinth finden sich ca. vier Boote gleichzeitig an einer kleinen Raststätte ein. Kurz mal durchatmen, Toilette und weiter geht's. So gedacht, aber beim Einsteigen ein Malheur und PLATSCH…stehen Klaus und Keule bis zur Taille im Spreewaldwasser. Sehr zu unserem Vergnügen betrachteten wir Keule, wie er seinen Kahn "Iltis" wieder trocken legte. Aber die beiden alten Hasen nahmen es mit Humor und ruderten in leicht klammer Kleidung das letzte Stück bis zu unserer Herberge, wo es trockene Kleidung, Speis und Trank gab.
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| so schnell kann's gehen ;-) (2016©HelgeKubath) |
Am Nächsten Tag hieß es zurück zu rudern. Leider mit etwas Druck, denn der Schleuser von der Hermsdorfer Mühle kam extra für uns am Sonntag zu seiner Dienststätte. Vielen Dank dafür von uns Allen.
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| Keule muss sein Boot alleine in die Schleuse bringen - (PS: das ist nicht die Hermsdorfer Schleuse!) (2016©HelgeKubath) |
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| maximal zwei Boote passen in diese Schleuse - Kai: Schön festhalten (2016©HelgeKubath) |
Doch vorher hatten wir noch die diversen Schurren zu bändigen. Was für eine Tortur. Das Schurren ist anstrengender als die Ruderei. Dennoch - wir kamen alle wohlbehalten wieder in Klein Köris an und mussten erst mal die neun Boote wieder schrubben.
Als auch dies geschehen verabschiedeten wir Andreas als unseren Fahrtenleiter. Er gibt nach 20 Jahren nun das Zepter an Kai ab. Alle hatten riesigen Spaß und versprachen sich, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein.
2016©HelgeKubath
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Freitag, 8. Juli 2016
TiB - TiB 2016
Das Wetter zeigt sich warm und sonnig und mit einer Crew von 9 Personen legen wir ab. Nicht mit 'nem Achter wie man vermuten könnte sondern mit zwei gesteuerten Vierern - einer fährt mit Loch.
Wir legen entspannt ab und rudern unsere erste Etappe bis zur Schleuse. Hebel umgelegt und es geht 20 cm abwärts. Aha. Aus der Schleuse raus schwimmen rechts und links tote Wasserratten neben uns. Wir denken die sind bei den starken Regenfällen in den den letzten Tagen in der Kanalisation ertrunken. Jedenfalls werden wir während unserer Fahrt noch diverse Kadaver von ihnen entdecken.
Beim Estrell begrüßen uns die ersten Partypeople die noch immer zu harten Beats am Ufer ihr ickstes Bier geniessen. Man prostet sich zu und schon sind wir um die Ecke. Dort ein Schlauchboot mit jungen Hüpfern – nein wir schleppen euch nicht ab.
Vorsicht Baumstamm im Wasser - wenn es mal nur der wäre. Der Landwehrkanal ist leider auch ein fliessender Mülleimer. Die Leute werfen jeglichen Unrat in das Wasser. Gefühlte 20 Euro passieren uns in Form von Pfandflaschen. Von Tüten und Anderem Zeugs mal abgesehen - leider sehr schade. Die Tour vermiest es einem natürlich nicht, denn die diversen Brücken und bekannten Gebäude rechts und links bilden eine imposante Kulisse für unsere Tour.
Am Urbanhafen machen wir wie gewohnt eine kurze Pause und rudern anschliessend bei praller Sonne weiter Richtung Spandau.
Hallesches Tor, Potsdamer Platz, Tiergarten - wir passieren diverse spannende Orte Berlins die man für gewöhnlich nicht vom Wasser aus sieht.
Der Ausflugsdampfer bremst etwas unsere Geschwindigkeit - überholen funktioniert hier nicht.
An seiner nächsten Dockingstation ziehen wir vorbei und rudern wieder mit gewohntem Schlag über den Kanal bis zur Caprivibrücke. Dort ist unser zweiter Rastpunkt mit Bier bei der ansässigen Gastronomie.
Weiter geht es zur Charlottenburger Schleuse. Hier habe ich die Ehre auszusteigen und auf dem schmalen Festmacher zu balancieren und über Gegensprechanlage uns beim Schleuser anzukündigen - das muss doch in heutigen Zeiten entspannter gehen denke ich mir nur? Aber nicht meckern - nach 10 Minuten werden wir zügig geschleust.
Danach geht noch durch ein paar Wellenberge und mit einer harten Wende über Backe geht es in unseren Finaleinlauf. Tiefwerder wir kommen.
Thomas, Axel und weitere Tiefwerder-Ruderer erwarten uns mit lecker gedecktem Tisch. Doch vorher müssen die Boote gesichert werden. Der leichte Vierer geht an Land und den Geklinkerten lassen wir schwimmen.
Wie üblich zaubert Axel über dem Feuer wieder Leckeres und wir essen, plaudern, lachen und prosten gemeinsam bis in den späten Abend.
Am nächsten Tag heißt es zurück. Anders als sonst rudern wir anstatt über den Teltow-Kanal durch die Stadt zurück. sprich so wie wir gekommen sind. Das ist eigentlich nur aus einem Grund etwas unangenehm, weil einem die Fahrgastschiffe ständig entgegenkommen. Das bedeutet für uns - nah an das Ufer fahren - teils mit Rudern lang dort zu halten bis der Klopper von Boot an uns vorbei ist und anschliessend weiterzurudern. Durch die vielen Kurven kann man oft nicht vorausschauend fahren was es immer zu einer kleinen Zitterpartie macht ob hinter der Kurve nicht ein Ausflugskreuzer mit vollem Karacho unter die Brücke fährt. Bei dieser Fahrt nicht geschehen - aber eine Woche später live so erlebt. Aber das ist eine andere Geschichte.
In Kreuzberg biegen wir nicht nach Neukölln ab, wo wir ursprünglich herkamen, sondern gleiten ruhigen Schlages weiter den Landwehrkanal runter bis zur Schleuse vor den Schlesischen Tor. Ich habe hier sogar Neuwasser - verrückt.
Nach der Schleuse kieken wir uns von der Spree natürlich die Oberbaumbrücke an. Dann aber geht es weiter die Spree hoch - am Badeschiff vorbei, auf der Hoppe-Tosse wird schon gefeiert (oder immer noch?), an den Molekuleman vorbei bis zur Insel der Jugend. Kurz darauf sehen wir das Eierhäuschen, welches endlich saniert wird.
Kurz darauf landen wir dann am heimatlichen Steg an. Die Boote werden routiniert geputzt und wieder in ihre Bootshalle gebracht. Wir freuen uns diese spannende Tour wieder gemacht zu haben. Berlin verändert sich teils so schnell das wir bei der Tour auch immer wieder neues entdecken können.
Bereits eine Woche später fuhr ich die Tour mit Kölner Gästen erneut. Auch diese waren begeistert. Doch das sollen sie mal schön selbst erzählen ;-)
Wir legen entspannt ab und rudern unsere erste Etappe bis zur Schleuse. Hebel umgelegt und es geht 20 cm abwärts. Aha. Aus der Schleuse raus schwimmen rechts und links tote Wasserratten neben uns. Wir denken die sind bei den starken Regenfällen in den den letzten Tagen in der Kanalisation ertrunken. Jedenfalls werden wir während unserer Fahrt noch diverse Kadaver von ihnen entdecken.
Beim Estrell begrüßen uns die ersten Partypeople die noch immer zu harten Beats am Ufer ihr ickstes Bier geniessen. Man prostet sich zu und schon sind wir um die Ecke. Dort ein Schlauchboot mit jungen Hüpfern – nein wir schleppen euch nicht ab.
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| Was ein Wetter - kurze Trinkpause |
Vorsicht Baumstamm im Wasser - wenn es mal nur der wäre. Der Landwehrkanal ist leider auch ein fliessender Mülleimer. Die Leute werfen jeglichen Unrat in das Wasser. Gefühlte 20 Euro passieren uns in Form von Pfandflaschen. Von Tüten und Anderem Zeugs mal abgesehen - leider sehr schade. Die Tour vermiest es einem natürlich nicht, denn die diversen Brücken und bekannten Gebäude rechts und links bilden eine imposante Kulisse für unsere Tour.
Am Urbanhafen machen wir wie gewohnt eine kurze Pause und rudern anschliessend bei praller Sonne weiter Richtung Spandau.
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| Wie immer gemütlich hier. |
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| Fahrtenleiter Udo muss noch ein bisl was managen |
Der Ausflugsdampfer bremst etwas unsere Geschwindigkeit - überholen funktioniert hier nicht.
An seiner nächsten Dockingstation ziehen wir vorbei und rudern wieder mit gewohntem Schlag über den Kanal bis zur Caprivibrücke. Dort ist unser zweiter Rastpunkt mit Bier bei der ansässigen Gastronomie.
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| zweite Pause - nun folgt der Endspurt |
Danach geht noch durch ein paar Wellenberge und mit einer harten Wende über Backe geht es in unseren Finaleinlauf. Tiefwerder wir kommen.
Thomas, Axel und weitere Tiefwerder-Ruderer erwarten uns mit lecker gedecktem Tisch. Doch vorher müssen die Boote gesichert werden. Der leichte Vierer geht an Land und den Geklinkerten lassen wir schwimmen.
Wie üblich zaubert Axel über dem Feuer wieder Leckeres und wir essen, plaudern, lachen und prosten gemeinsam bis in den späten Abend.
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| Lecker Grillgut und Fachsimpeleien mit den Ruderkameraden von Tiefwerder & Oranienburg |
Am nächsten Tag heißt es zurück. Anders als sonst rudern wir anstatt über den Teltow-Kanal durch die Stadt zurück. sprich so wie wir gekommen sind. Das ist eigentlich nur aus einem Grund etwas unangenehm, weil einem die Fahrgastschiffe ständig entgegenkommen. Das bedeutet für uns - nah an das Ufer fahren - teils mit Rudern lang dort zu halten bis der Klopper von Boot an uns vorbei ist und anschliessend weiterzurudern. Durch die vielen Kurven kann man oft nicht vorausschauend fahren was es immer zu einer kleinen Zitterpartie macht ob hinter der Kurve nicht ein Ausflugskreuzer mit vollem Karacho unter die Brücke fährt. Bei dieser Fahrt nicht geschehen - aber eine Woche später live so erlebt. Aber das ist eine andere Geschichte.
In Kreuzberg biegen wir nicht nach Neukölln ab, wo wir ursprünglich herkamen, sondern gleiten ruhigen Schlages weiter den Landwehrkanal runter bis zur Schleuse vor den Schlesischen Tor. Ich habe hier sogar Neuwasser - verrückt.
Nach der Schleuse kieken wir uns von der Spree natürlich die Oberbaumbrücke an. Dann aber geht es weiter die Spree hoch - am Badeschiff vorbei, auf der Hoppe-Tosse wird schon gefeiert (oder immer noch?), an den Molekuleman vorbei bis zur Insel der Jugend. Kurz darauf sehen wir das Eierhäuschen, welches endlich saniert wird.
Kurz darauf landen wir dann am heimatlichen Steg an. Die Boote werden routiniert geputzt und wieder in ihre Bootshalle gebracht. Wir freuen uns diese spannende Tour wieder gemacht zu haben. Berlin verändert sich teils so schnell das wir bei der Tour auch immer wieder neues entdecken können.
Bereits eine Woche später fuhr ich die Tour mit Kölner Gästen erneut. Auch diese waren begeistert. Doch das sollen sie mal schön selbst erzählen ;-)
2016 © Helge Kubath
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Freitag, 10. Juli 2015
18. Müggelseeachterregatta
Es ist Samstag der 04. Juli 2015. Die Sonne schien - nein sie brannte. Mit 38 Grad Celsius lähmte sie Berlin. Alles kroch nur noch und lechzte nach Wasser. Wer ein Plätzchen im Pool oder im Freibad ergatterte konnte sich glücklich schätzen.
Ganz anders bei Ägir - dem Ruderverein kurz vor der Einfahrt zum Müggelsee. Dieser hatte zur Regatta geladen. 42 Boote aus der ganze Republik waren erschienen - jeweils mit neun Mann, um die Achter Regatta auf dem Müggelsee zu bewerkstelligen. Doch die Hitze war enorm.
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| Vor dem Rennen noch schnell ein Teamfoto (Foto: Ana Belen Gordillo Treitero © 2015) |
In den Bootshallen wurde Kuchen gebooten (das zweite O musste sein ;-) und
draussen gab es leckeres vom Grill nebst Kaltgetränk. Doch nichts half. Die Hitze erdrückte uns. Zum Glück erschufen die Ägir-Kameraden ein Sprinklersystem was uns permanent mit kaltem Nass benetzte. Anders hätten wir es bis zum Start nicht ausgehalten.
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| Startnummer 37 - Alte Garde: Baujahr 1954 (Foto: Ana Belen Gordillo Treitero © 2015) |
14:15 Uhr
Gleich sind wir dran - rauf auf's Wasser.
Die anderen Teams hatten uns schon Angst eingeflößt. Wir hatten kaum trainiert und alle anderen kamen professionell mit Big-Blades und Steuermann samt Headset daher.
Ok. Wohl doch keine Fun-Regatta. Aber Egal. Nun Augen zu und durch. Doch noch nicht. Verzögerung. Auf der Schattenseite der Spree parkten wir mit gut fünf anderen Booten und warteten darauf, dass wir loslegen können. Scheinbar bekamen sie die Boote nicht schnell genug aus dem Wasser, wodurch die Spree blockiert wurde.
Trotz Schatten die Hitze drückt.
Endlich die Meldung: Gleich geht's los.
Ran an den Start. "Noch ein Schlag vor!" wurden wir eingewiesen.
Pfiff! Und Pullen. Wir legten uns ins Zeug - der Start war so mittelprächtig - können wir besser.
Das Boot läuft - wir haben unseren Rhythmus - ich glaube schneller als im Training - muss an der Aufregung liegen.
Spreetunnel passiert: Am Rand sehe ich Familie und Ruderkameraden winken und fotografieren.
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| Spreetunnel - bis hier war noch alles gut (Foto: Ana Belen Gordillo Treitero © 2015) |
Weiter Pullen! Konzentration! Innenhebel rein - wir haben Wellen! Scheisse ist das heiss! Ich will nicht mehr! Nein! Augen zu und durch!
Was man so während einem Rennen mit sich selbst so im Kopf redet.
Oh - schon die zweite Boje! Mann was denn nun los. Platz 7 und 8 hat es bei den Wellen die Holzskulls aus den offenen Dollen gedrückt. Mist!
Alle Anderen versuchen das Tempo zu halten während die Kameraden ihre Knüppel wieder einfädeln.
Dritte Boje: Jetzt wird gewendet! Die Wellen schlagen uns gnadenlos ins Boot. Die Skulls werden glitschig und man muss massiv klammern um den Knüppel nicht zu verlieren. Aber der Steuermann will nochmal alles! "Fünf Harte"- schreit er. Wir sind am Bolzen. Doch es half nichts. Das Team was nach uns startete und immer näher kam überholte uns jetzt.
Vorletzte Boje. Der Schweiß läuft mir ins Auge, die Nase ist voll Rotz und mein Mund trocken. Roboterhaft funktioniere ich nur noch um dem Lauf nicht zu schaden.
Letzte Boje. "Zusammenreissen": sag ich mir. "Kraft aus den Beinen": schreie ich mich innerlich an.
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| Einfahrt Spreetunnel (Foto: Ana Belen Gordillo Treitero © 2015) |
"Noch 50 Meter" höre ich unseren Steuermann. Machen wir noch einen Endspurt? Dafür reichte es bei meinen Kameraden wohl auch nicht mehr -bei mir sowieso nicht. Ziellinie - Geschafft.
Uff. Kaum zu glauben das wir uns das bei der Hitze angetan haben. Wir schippern langsam in den schattigen Uferbereich der Spree. Jetzt erstmal Wasser trinken und das nicht zu knapp.
Eine Paddlerin benötigt noch Hilfe - Ihr Steuerruder ist defekt. Wir gaffern ihr es mal eben hoch damit es nicht mehr stört (Ja wir hatten Panzertape dabei - was denkt ihr denn ;-)
Mit lockerem Schlag bringen wir jetzt die "Alte Garde" nach Hause.
Die Mannschaft muss sich nach dem trockenlegen des Achter von ein paar Kameraden verabschieden: die Anderen fahren zurück zu Ägir um der Preisverleihung beizuwohnen.
Es gab in allen Kategorien stolze Gewinner - wir gehörten nicht dazu. Doch Stolz sind wir dennoch - wir wissen ab sofort was uns bei der Regatta erwartet und wir sind nicht gescheitert. Wenn sich eine motivierte Mannschaft findet werden wir 2016 vorbereiteter ins Rennen gehen.
TiB dankt ganz herzlich den Veranstaltern vom BRC Ägir.
Bis zum nächsten Mal.
Nachtrag:
Auf der Seite vom BRC Ägir sind inzwischen auch Zeiten veröffentlicht worden. Bilder sollen auch demnächst folgen. Also schaut ruhig mal bei unseren Kameraden rein.
http://www.b-r-c-aegir.de/mueggelseeachterregatta-2
Zweiter Nachtrag (30.09.2015):
Hier gibt's ein kleines Video zum Rennen. Auch viele der anderen Teilnehmer sind zu sehen.
Auf der Seite vom BRC Ägir sind inzwischen auch Zeiten veröffentlicht worden. Bilder sollen auch demnächst folgen. Also schaut ruhig mal bei unseren Kameraden rein.
http://www.b-r-c-aegir.de/mueggelseeachterregatta-2
Zweiter Nachtrag (30.09.2015):
Hier gibt's ein kleines Video zum Rennen. Auch viele der anderen Teilnehmer sind zu sehen.
Helge Kubath © 2015
Sonntag, 10. Mai 2015
Wir sagen Danke
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| Unsere Orga informiert den Nachwuchs |
Danke an die vielen Helfer und Organisatoren. Danke an die Freunde unserer Mitglieder und Danke an die Besucher.
Wir gratulieren den vielen Medaillenträgern, die uns besucht haben und im Rahmen der Veranstaltung geehrt wurden.
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| Sooo viele Medaillengewinner aus dem TiB Verein… |
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| …es gab Blumen… |
| …und das Treppchen durfte nicht fehlen. |
Danke an den Verein, der uns diesen tollen Sportplatz geschenkt hat.
| Der Platz ist hiermit eröffnet |
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| Eröffnung des neuen Sportplatzes |
Dieser Tag der Offenen Tür war ein ein voller Erfolg. Die “Hütte” war voll. Die Getränke flossen und dem Grillmaster ging zum Schluss die Kohle aus (Scherz).
Trainer Heiko Engel war fast Non-Stop mit Ruder-Interessierten auf dem Wasser. Heute nutzte er für das “Schnuppern” die Barke. Ein schönes Boot, bei dem man mit Riemen (beide Hände an einem Ruder) anstatt mit Skulls (jede Hand ein Ruder) rudert. Zwei Personen sitzen dabei nebeneinander. Insgesamt gibt es vier Reihen plus Steuermann (Heiko). Vorteil bei der Barke: Das Boot ist breit (wackelt dadurch kaum) und Heiko kann über einen Mittelsteg auch zu den Anfängern hingehen und Hilfestellung leisten.
Die Kanuten haben auch gut Action gemacht. Einige zeigten Wasserpolo, andere zeigten den Jüngsten wie man Kajak fährt. Zudem konnten Gäste mit einem Kanadier autonom rauspaddeln.
Auf dem neu eingeweihten Sportplatz fanden sich nach der Einweihungszeremonie schnell die ersten Mannschaften zusammen, um gegeneinander Volleyball zu spielen.
Der TiB 1848 Hauptverein hatte für die Kleinen noch eine Hüpfburg und ein Trampolin aufgestellt.
Also auf dem Gelände war ordentlich was los.
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| Neuer Sportplatz und Hüpfburg |
Das Wetter spielte auch hervorragend mit - nur am Nachmittag wurde es plötzlich sehr stürmig, so dass wir aus Sicherheitsgründen auch alle Boote mit Anfängern wieder an Land lotsten. Dann setzte ein Schauer ein.
Doch denkt mal nicht, dass damit irgendwas ins Wasser fiel. Die Volleyballer trotzten dem Regen und nach knapp 40 Minuten war der Wolkenbruch vorbei und die Sonne erkämpfte sich in voller Pracht den Tagesausklang.
Alles in allem ein gelungener Tag für alle. Wir hoffen, den einen oder anderen auch vom Wassersport überzeugt zu haben und sie/ihn bald in einem unserer Boote sitzen zu sehen. Wir sitzen auf jedenfall morgen wieder auf unserem Rollsitz und stechen den Müggelsee an - versprochen.
Donnerstag, 7. Mai 2015
und wer uns noch nicht kennt kommt zu unserem…
…Tag der Offenen Tür.
Am Samstag dem 09. Mai 2015 laden wir ab 14 Uhr alle Interessierten herzlich ein sich in unserem Bootshaus umzuschauen. Bei lecker Gegrilltem kann man mit uns über Boote und Wassersport fachsimpeln oder aber direkt in eines der Boote einsteigen und die Spree unsicher machen. Dabei stehen Dir die Kanuten wie auch die Ruderkameraden zur Seite und beantworten Dir alle Fragen.
Komm vorbei und erlebe die schönste Freizeitsportart hautnah.
Alle Infos zu Anfahrt und Kontaktdaten erfährst Du auf unserer Homepage.
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| Foto: 2014 © Helge Kubath |
Komm vorbei und erlebe die schönste Freizeitsportart hautnah.
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