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Donnerstag, 7. Juli 2016

19. Müggelsee - Achterregatta

In dem folgendem Video könnt ihr euch unser Rennen aus der Spitze heraus ansehen. mit der Maus einfach ziehen, dann könnt ihr euch umsehen. Mit dem Handy bitte die YouTube App benutzen und sich samt Telefon in der Gegend umschauen. Zum Ende kommt ein spannender Zweikampf ;-)

 

Dienstag, 10. November 2015

Abrudern zum ESV

Wie jedes Jahr lud der LRV zum Abrudern beim Eisenbahn Sportverein Schmöckwitz (ESV) ein. Das lassen sich die Ruderer bei dem Kaiserwetter das wir am 31.10. hatten natürlich nicht zweimal sagen. Im Sonnenschein ruderten also von vielen Berliner Vereinen die Feierwütigen los nach Schmöckwitz. Viele sogar verkleidet – immerhin ist heute auch Halloween.

Auch die TiBler trafen sich halb Zehn im Bootshaus. Vor allem die "Alte Garde" war gut vertreten, so dass auch schnell die Entscheidung fiel mit selbigen Boot zu Fahren. Wir ließen also den Achter "Alte Garde" zu Wasser.
Christian, Björn und Helge blieben übrig und schnappten sich die beliebte Kiessee. Wir hatten heute noch mehr vor. Christian braucht noch ein paar Kilometer für den Sommerwettbewerb. Also heißt es für uns "Große Umfahrt" über Krossinsee und Großer Zug usw. Insgesamt sind das 48 Kilometer. Genau die fehlen Chris' noch für den Wettbewerb.

Ein zu Spätkommer gab es auch noch – aber auch er setzte sich bereitwillig in einen Einer und ruderte solo dahin.

Wir legten ab und am Köpenicker Becken trennten sich unsere Wege. Wir mit der langen Tour bogen ab Richtung Müggel'. Der Achter zog straight die Dahme runter Richtung Schmöckwitz.

Ab hier kann ich nur noch vom Zweier berichten. Wir legten das erste mal in Rahnsdorf an. Es waren so viele Ruderer unterwegs das wir unser Boot aus dem Wasser nehmen mussten. Dafür gab es endlich ein kleines Frühstück. Noch ein Plausch mit den Kameraden aus den anderen Vereinen - "man sieht sich im ESV" und weiter ging's.

Man sind heute viele Boote unterwegs. Vor allem Ägir schien uns omnipräsent. Aber auch Tegel erblickten wir öfters.

Achter Steuerboard (Foto: Helge Kubath)


Gosener Kanal auf den Seddin' - wir können Schmöckwitz förmlich schon feiern hören, da biegen wir ab in den Oder-Spree-Kanal.
Wegen Christians Kilometern zögert sich jetzt alles. Kein Problem - wenn nur nicht schon wieder der Hunger wäre. Einziger Proviant sind Schokoeier von Ostern (fragt mich nicht wo die herkamen). War ja keiner gefasst auf die längere Tour.
Aber das tolle Wetter und die Farbenpracht des Herbstes macht alles wieder gut. Nächster Steuermannswechsel auf dem Krossinsee am Campingplatz. Auch hier sind wir nicht die ersten und treffen in der Gastronomie die Kameraden beim Rippchen essen. Sie hatten ein wenig Angst um ihre Flagge die noch im Boot steckte. Wir waren aber mal nicht so - zumal es da auch unterschiedliche Ansichten gibt, was die Flaggenobhut anbelangt.

Gegen 16:00 Uhr legten wir dann endlich in Schmöckwitz an. Christian belohnte unseren Umweg mit einer Lage und wir bleiben noch länger als geplant. Die Stimmung war Spitze und man tanzte und klönte und tanzte…doch irgendwann müssen wir mal gehen.
Wir legen ab und rudern mit ruhigem Schlag über die inzwischen dunklen Gewässer. Man kann sehr gut die Ufer erkennen, weil Berlin den Himmel so hell erleuchtet. Christian und ich kennen den Weg aufgrund der vielen Touren schon in und auswendig und steuern uns sicher bis in unseren Heimathafen bei der TiB. Dort wird unser Jüngster Björn schon sehnsüchtig von seinen Eltern erwartet. Das Boot noch schnell in die Halle gebracht, Licht aus und Tore zu.

Doch glaubt mal nicht das hier der Abend vorbei war. Der Rest der Mannschaft war so in Partylaune das es mit den Öffentlichen wieder zurück nach Schmöckwitz ging und noch wild getanzt wurde bis die ESV'ler uns los werden wollten ;-).

Donnerstag, 16. Juli 2015

Kiesseefahrt 11./12. Juli 2015

Die Blätter, die die Welt bedeuten (Foto: 2015©Helge Kubath)

Auch dieses Jahr rief "Keule" zur beliebten Wanderfahrt zum Kiessee auf. Die alten Hasen, die an dem Wochenende Zeit hatten, waren schnell gefunden. Auch von Heiko's Studentenruderern meldeten sich drei an. Björn vom Schülerrudern war auch dabei. 

Samstag um 8:00 Uhr trafen wir uns im WSZ. Zusammen mit Klaus, unserem Landdienst, verluden wir unser Gepäck ins Auto. Doch wo bleibt Theresia - müssen wir etwa mit Loch fahren? Zum Glück trudelte auch sie noch ein. Also spannende Aufteilung: Unser Achter "Alte Garde", mit dem wir ein Wochenende zuvor noch Regatta gefahren sind, und der Doppelzweier "Dahme" sollen die zwölf Ruderkameraden dieses Wochenende über unserer Gewässer tragen. Zirka 80 Kilometer erwarten uns.

Theresia und Silvia haben dieses Wochenende viel Neuwasser (Foto: 2015©Helge Kubath)


Aufteilung: Heiko, Thomas und Björn in der "Dahme"  und Keule, Udo, Jens, Silvia, Theresia, Helge, Peter, Jan und Hilmar zusammen im Achter.

Alles fertig und los! Der Achter legt ab. Die "Dahme" folgt ca. einen Kilometer hinter uns.
Bekannte Strecke bis Anfang Müggelsee - das fahren wir oft auch unter der Woche.  Unsere drei Studenten kennen es ebenfalls schon sehr gut.
Am Müggel' angekommen, kurz durchatmen - warm sind wir jetzt - und rüber zu den Bänken. Ab jetzt ist es für die Jüngeren Neuwasser.

Seerosen (Foto: 2015©Helge Kubath)

Nachdem wir den riesigen Seerosenteppich an den Bänken passiert haben, legen wir beim Ruderclub Rahnsdorf an. Kurze Stärkung für alle. 

Danach geht es weiter die Spree hinunter. Viele Paddler und unaufmerksame Flossfahrer machen das Rangieren mit dem Achter in dem engen Flusslauf nicht gerade einfach. Ich sitze am Steuer und habe auch zum ersten Mal den 20 Meter langen Achter zu manövrieren. Nicht nur einmal muss ich uns heute lautstark bemerkbar machen um träumende oder unerfahrene Wassersportler um etwas mehr Platz zu bitten.

Die "Alte Garde" auf Fahrt (Foto: 2015©Thomas Holl)
Aber alles läuft gut. Wir erreichen den Dämeritzsee und stechen auf der anderen Uferseite in das wie immer leicht stinkende Flakenfließ ein (wer mehr dazu wissen will, liest den Bericht aus dem letzten Jahr). 
Rein in die Löcknitz. Es wird noch enger. Insbesondere an den Brücken kommen wir uns mit den Motorbooten ins Gehege. Leider wissen viele der Motorsportler nicht um die Vorfahrtsregeln (und es sind nicht nur die Mietbootnutzer). Das zwang uns uns mehrfach zu einem Notstopp des Bootes, um eine Kollision zu vermeiden. Hier wäre mehr vorausschauendes und rücksichtsvolleres Verhalten gewünscht. Es ist für einen Ruderer sehr unangenehm, das Boot abrupt zu stoppen - insbesondere da der Rudernde selbst oft nicht die Gefahr einschätzen kann, da er rückwärts fährt und nur die Befehle des Steuermanns erhält. Noch gefährlicher bei Ruderbooten ohne Steuermann. Nicht auszudenken, was durch solche Unachtsamkeit geschehen könnte.

Genug Appel an die unsere Motorbootfreunde. Wir sind wohlbehalten bei einer netten Gaststätte in der Löcknitz angekommen. Hier kühlten wir uns kurz ab und einige nutzten dazu sogar Eis. Doch schon kurz darauf wollten wir weiter . 

Kleine Pause bei Rahnsdorf (Foto: 2015©Helge Kubath)

Über den Werlsee, vorbei an der Liebesinsel, rüber auf den Peetzsee - hier waren ganz schön viele Segler unterwegs - nochmal weiter auf den Möllensee.
Wir üben mit der Mannschaft nochmal das Kommando "langmachen" - wir werden es gleich brauchen. Jetzt stechen wir in den Verbindungskanal zum Kiessee ein. Die Bäume überragen den Flusslauf  - die Atmosphäre hat etwas kathedralenhaftes. Im Wasser liegen teils umgestürzte Bäume - Steuermann Keule ist besonders achtsam. Vorsicht! Backbord noch ein Ast im Wasser - SKULLS LANG…

Wir gleiten mit Blick in die sonnendurchfluteten Baumwipfel in eine Wellblechröhre. rechts und links gerade mal 40 cm bis zu den Auslegern. Wir halten die Skulls in der Luft und balancieren das Boot gerade durch die Röhre. "Wer Wasser hat voraus" - ruft Keule. Ein Sitzplatz nach dem anderen kann wieder seine Skulls vor sich nehmen und das Boot vorantreiben.

Am Ende des Sees ist eine kleiner Strand vom Campingplatz. Wir haben etwas Mühe diese "Stretchlimo von Boot" dort einzuparken, ohne den Badegästen ihren Strand zu blockieren.
Keule und ich schöpfen noch ein wenig Wasser aus dem Boot (sehr zum Amüsement der Badegäste).
Dann heisst es essen: Boa, haben wir einen Knast.

Warten auf's verdiente Essen (Foto: 2015©Helge Kubath)

Zurück ist nach der Stärkung ein Kinderspiel. Wir rudern wie wir gekommen sind zurück bis zum Dämeritzsee. Dort legen wir wie gewohnt bei den Wasserfreunden Erkner an und bringen unsere Boote an Land.

Bootsschuppen (Foto: 2015©Thomas Holl)
Wasserfreunde Erkner (Foto: 2015©Helge Kubath)



Hinter dem Bootsschuppen grillen wir abends und klönen bis die Sonne untergeht.
Unter dem Dach packen wir uns müde hin und schlafen gesättigt, müde, und erschöpft, aber wohlverdient ein.

Sonnenaufgang 05:00 Uhr morgens - Dämeritzsee (Foto: 2015©Helge Kubath)

Am nächsten Morgen begrüßt uns ein traumhafter Sonnenaufgang und nach kurzem Frühstück  wollen alle wieder los. Doch nicht so schnell. Heiko hat einen Schaden am Boot: Bei seinem Stemmbrett hat es zwei Schrauben zerrissen. Wir brauchen Hilfe. Zum Glück haben die Wasserfreunde Erkner mehr als einen hilfsbereiten Ruderkameraden, der mit Bohrer und zwei neuen Schrauben schnell wieder das Stemmbrett gefixt bekommen hat.

Schleuse Woltersdorf in der "Dahme" (Foto: 2015©Thomas Holl)
Schleuse Woltersdorf mit der "Alten Garde" (Foto: 2015©Helge Kubath)

Jetzt aber los. Über den Dämeritz' dann weiter über den Flakensee. Woltersdorfer Schleuse. Viele Schaulustige stehen auf der Brücke. So'n Achter sieht man halt nicht jeden Tag. Danach geht's einmal quer über den Kalksee. Wir halten an beim Rüdersdorfer Ruderverein. Man haben die eine  Ausstattung: Schick - sogar mit zwei Ruderkästen. 

Ruderkasten Rüdersdorf (Foto: 2015©Thomas Holl)


Unsere App sagt uns, dass für abends schlechtes Wetter angesagt ist. Wir machen besser wieder los. An der Schleuse essen wir noch schnell was am Imbiss und dann lieber schnell zurück - Vorhersage war eher unlustig.

Heiko und Silvia am Imbiss - Eis und Wurst (Foto: 2015©Thomas Holl)

Den Müggelsee klemmen wir uns gleich - bei dem aufkommenden Wind kommen wir da eh nicht mehr drüber. Also durch den Gosener Kanal. Der Seddiner See begrüßt uns windig. Wir kämpfen uns rüber bis Schmöckwitz und legen da auch nochmal ein Päuschen ein.

Es hilft nichts - das Wetter wird zunehmend unangenehmer. Also Pause kurz gehalten und wieder rauf auf's Wasser.

Pause in Schmöckwitz (Foto: 2015©Thomas Holl)

Oh Mann - was soll das denn: Am Vormittag noch traumhafter Sommer und nun das. Der Wind pfeift uns um die Ohren. Die Wellen schlagen hoch. Auch die Motorboote flüchten zurück in ihre Häfen. Leider ohne Rücksicht auf Regeln und andere Wassersportler. Die Wellen addieren sich und türmen sich höher und höher auf. Den Kaventsmann können wir nicht mehr mit geschicktem Steuern ausweichen. Die kalte Welle schlägt ins Boot und alle neun Insassen sind nass. Es hilft nichts - wir  müssen weiter. Die Innenhebel eingedrückt rudern wir mit erhöhtem Schlag gen Heimat. Peter steuert perfekt den Achter und versucht uns weitere Wellenbrecher ins Boot zu ersparen.

Hier war das Wetter noch in Ordnung (Foto: 2015©Helge Kubath)

Der Wind stand dermaßen ungünstig, dass wir bis zum Köpenicker Becken massiv gegen den Wind kämpfen mussten.
Am Ende kamen wir wohlbehalten, aber gut ausser Atem am Vereinsgelände an. Zu erwähnen sei, dass unser Zweier es tatsächlich geschafft hatte, in diesem Wellenmeer den Achter zu überholen und als erster am TiB-Steg anzulegen. Alle Achtung, Heiko und Thomas scheinen gut in Form.

Wir schaufelten noch die gefühlten 80 Liter aus dem Achter und wischten alles trocken. Der Landdienst brachte unsere Klamotten wieder. 

Alle hatten trotz des etwas anstrengendem Schlußsprints eine geile Zeit und auch unseren Studenten hat es sichtlich Spaß gemacht. Keule war der Held des Wochenendes - er hatte als Fahrtleiter alles perfekt organisiert. Die Fahrt scheint von Jahr zu Jahr an Beliebtheit zu gewinnen - letztes Jahr noch 10 Kameraden - dieses Jahr bereits 12 Skuller. Im nächsten Jahr brauchen wir bestimmt drei oder mehr Boote. Mal schauen ob es dazu kommt.

Am Steg von den Wasserfeunden (Foto: 2015©Helge Kubath)
Die "Alte Garde" schläft (Foto: 2015©Helge Kubath)
Keule schläft auch: am liebsten zwischen Booten (Foto: 2015©Helge Kubath)

Heiko macht Pilates (Foto: 2015©Thomas Holl)
Schnacken am See (Foto: 2015©Helge Kubath)



Text: 2015 © Helge Kubath