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Freitag, 16. September 2016

Usedom 2016

Am 31. August trafen wir uns Alle gemeinsam im Bootshaus um den "Nordischen Bär" und die "Ringkøbing" auf den Trailer zu laden. Nachdem das geschafft war, wurden die Zielkoordinaten ausgetauscht und die Reise nach Wolgast ging los.
Mit drei Autos, zwölf Personen, einem Anhänger und fünf Booten ging es auf die Piste. Abgesehen von den zwei Inriggern hatten wir auch noch unsere Rennboote "Pokalsieger" und "Flitzer", sowie ein C-Vierer namens "Berlin" von Empor dabei (dieser wurde von uns nur überführt). Da die Hängerfraktion erst am Abend ankam, hieß es, im Scheinwerferlicht noch schnell Zelte aufbauen, noch ein bisschen gemütlich zusammen sitzen und schlafen gehen.

Mannschaftseinteilung  [2016©HelgeKubath]

Freude – Gleich geht's Los [2016©HelgeKubath]

Am nächsten Tag trafen dann auch Thomas und unsere zwei Gäste ein.
Nach unserem nahrhaften Frühstück und dem Eintreffen unseres letzten Mannes schritten wir zur Tat, holten die Boote vom Trailer und fuhren Richtung Lassan.
Wir hatten Glück, denn es war windstill, das Wasser lag ruhig und so kamen wir leicht voran – wenn nicht gerade schnell, was wohl von der Umstellung auf die Riemenboote herrührte. Trotz Allem trafen wir gegen späten Mittag in Lassan ein und suchten das Peene-Cafe auf. Dort angekommen, war man erstaunt über die hohe Anzahl der Besuchergruppe, jedoch konnte man uns noch Tischen zuweisen und so kam es, dass Windbeutel, Eis und, nicht zu vergessen, der Lassaner-Sturmsack im Nu aufgegessen waren und wir mit gestärkten Kräften und vollem Magen zurückrudern konnten.
Mit guten 31 km war der erste Tag erfolgreich bestanden und zur Belohnung gab es Fleisch vom Grill oder auch Käse für die Vegetarier, ein bisschen Salat, Brot und alles Weitere was das Ruderherz begehrt.

Detlef hält unsere Flagge hoch [2016©HelgeKubath]

Päuschen [2016©HelgeKubath]

Lassaner Sturmsack [2016©EdwinBrüsecke]

Der nächste Morgen brach an und die Stimmung war noch etwas müde. Doch da wir wussten, dass es heute die Peene rauf und über die Ostsee gehe, fing sich die Stimmung schnell und wir fuhren nach dem Frühstück direkt los.
Mit unseren zwei mitgebrachten Booten, sowie dem "Roten Oktober" und "Ruden" aus Wolgast fuhren wir also voller Vorfreude Richtung Ostsee die Peene hoch. Doch kurz nach Start gab es einen herben Rückschlag.
Die Besatzung von Ruden saß knöcheltief im Wasser und, obwohl die Neugier und Vorfreude groß waren, siegte hier die Vernunft und so ruderten Björn, Noah und Heiko zurück nach Wolgast.

Leuchtturm [2016©HelgeKubath]

Dass diese Entscheidung weise getroffen war merkten wir schon bei den ersten Metern auf der Ostsee. Dort blieben uns die Wellen nicht erspart, allerdings wäre es ja auch langweilig gewesen, wenn doch. Dennoch schafften wir es, unsere Boote über dem Wasser zu halten und Sandbänke, so gut wie es eben ging, zu meiden. Nach einer sich lang hinziehenden Fahrt legten wir am Strand zwischen Karlshagen und Peenemünde an, wo Heiko, Björn, Noah sowie unsere beiden Gäste schon auf uns warteten. Nach der Mittagspause und Verpflegung ging es für alle, inklusive Björn, weiter, wobei ich (Chiara) bei den anderen Landgängern blieb.

angelandet [2016©HelgeKubath]

Mannschaftsbesprechung [2016©HelgeKubath]

Thomas zeigt uns das Ziel [2016©HelgeKubath]

Vom Strand aus hatte unsere Truppe es dann zum Glück nicht mehr so weit, jedoch stand das Umtragen erst noch bevor. Kurz hinter Zempin angekommen ging es direkt los die Boote etappenweise über die Düne, Straße und Bahnschienen zu tragen. Es war zwar nicht die einfachste Aufgabe aber auch diese wurde ohne Bootsschaden gemeistert.
Wir ließen die Boote am anderen Ufer bei einem Verein liegen und fuhren mit den Autos zurück.
Mit der heutigen Leistung und rund 40 km waren alle zufrieden und fertig.
Am Abend wurde dann gegessen, geredet, gelacht  aber auch irgendwann einmal geschlafen, denn eh man sich’s versah nahm die Sonne wieder ihren Platz am Himmel ein und weckte uns sanft aus dem Schlaf.

Pause Nr. 2 [2016©HelgeKubath]

Heiko chillt schon in der Sonne [2016©HelgeKubath]

die beeden [2016©HelgeKubath]

Der Junge Mann und das Meer [2016©HelgeKubath]

Abends wird's immer lustig [2016©HelgeKubath]

Das Frühstück war schnell abgeschlossen und schon saßen wir wieder im Auto zurück zu den Booten. Dort angekommen brachten wir mit Jens‘ Hilfe die Boote zu Wasser und ruderten los, leider schon wieder ohne unsere drei Männer. Direkt nach Aufbruch spürten wir in der kleinen Bucht den starken Wind und die damit verbundenen Wellen, doch wie am Tag zu vor packten wir auch das ohne große Probleme. Nur von den Steuermännern hörte man im Nachhinein die Klagen wegen des starken Windes. Wir kamen trotzdem alle früher oder später an und trafen uns mit den Verbliebenen noch einmal in Lassan, die uns schon sehnsüchtig erwarteten.
Wir beanspruchten dort den Fischimbiss für uns und hauten uns die Bäuche voll, um uns von diesem Ort  für ein Jahr zu verabschieden und die Reise zurück zum Quartier anzutreten.

Wind und Welle wurde später heftiger [2016©HelgeKubath]

…aber die Crew zog eisern die  Tour durch [2016©HelgeKubath]

 auf's Futter warten [2016©HelgeKubath]

Wieder mit einem Wechsel meiner Person und Björn fuhren unsere tapferen Krieger mit den Booten nach Wolgast und wir mit dem Auto schon einmal voraus.
Leider hieß es für uns nicht faul rumsitzen und warten. Wir kümmerten uns um "Ruden" der schon seit zwei Tagen im Wasser lag. Schliesslich fanden wir den Schaden, womit das Wasserliegen (zum Quellen des Holzes) nicht viel gebracht hatte. Wir brachten Ruden also rein und räumten noch um, da kamen auch schon die Anderen und haben leider Gottes Regen mitgebracht.
Die Boote wurden aus dem Wasser geholt, die Sachen in Sicherheit gebracht und sich vielleicht auch noch was Trockenes angezogen. Dann traf man sich gemeinschaftlich im Esszimmer und wartete auf das deftige Abendmahl.

Grillmaster Gunnar [2016©HelgeKubath]

Kuschelmaster Heiko [2016©HelgeKubath]

 Couchpotatoes [2016©HelgeKubath]

Dieser Abend war sehr angenehm. Man sprach über vielerlei, hier und da legte man Beine auf Knie und nach und nach verschwanden einzelne Personen, bis sich die Gruppe vollends auflöste.
Die Nacht war nicht ganz so ruhig, denn es regnete wie angekündigt, doch die Regenpause am Morgen wurde mit solcher Inbrunst genutzt, dass auch die Letzten, mit einer Ausnahme, aus ihrem Schlaf erwachten und sich fragten, wieso man in aller Herrgottsfrühe so rumgeschrien werden muss.
Nachdem man es geschafft hatte, sich aus Schlafsack und Zelt zu quälen, gab es Entwarnung. Denn es war nur Heiko, der Gunnar im Einer, sowie Laura und Gudrun im Zweier vom Steg aus Kommandos zubrüllte.

Beim Frühstück entschied man sich dann für eine frühzeitige Abreise, denn keiner hatte so wirklich Lust im Regen noch einmal rauszufahren.
So kam es also, dass wir die Boote verluden, unsere Sachen packten, die Zelte abbauten und verstauten und wir das Vereinshaus wieder auf Vordermann brachten.
Jetzt mussten wir nur noch darauf warten, dass die Brücke wieder für die Autos offen war und dann auf Richtung Heimat.

Gegen 17 Uhr am Sonntag kamen wir dann wieder bei uns im Bootshaus an und luden die Boote ab. Sie wurden einmal von oben bis unten, von links nach rechts und beinahe auch vom Regen sauber geputzt. War das geschafft, fuhren wir die Boote rein und hinterließen alles so, als wäre nie was gewesen. Danach kam die große Abschiedsrunde  und wir freuen uns mit Sicherheit Alle schon auf's nächste Jahr.
zurück daheim [2016©Mrs.Peters]


2016 © Chiara Engel

Freitag, 22. April 2016

Anrudern 2016


Wie jedes Jahr lud der LRV zum Anrudern ein und alle Vereine machten sich am 02. April auf zum Friedrichshagener Ruderverein um die Saison offiziell zu eröffnen. 
Auch die TiBler hatten dazu aufgerufen, aber was ich mich im Bootshaus erwartete hatte wohl keiner erwartet. Da standen 46 Kameraden und scharrten mit den Füssen um endlich auf’s Wasser zu können. Einige waren Gäste aus anderen Vereinen, doch die Masse war aus der TiB. 
Da die Barke derzeit noch in der Werft für eine Aufrüstung liegt wurde diesmal der klassische Doppelachter zu Wasser gelassen. 
Heiko und fünf Weitere fanden sich zu einer kleinen Umfahrt zusammen und zogen mit dem Modulboot "Oder" los. Weitere 4er und 2er wurden zu Wasser gelassen und irgendwann hatten wir die komplette Horde auf dem Wasser.

Während die Meisten direkt zum FRV skullten und dort schon mal ordentlich feierten fuhr die Mannschaft der Oder zuerst nach Schmöckwitz. Kurzes Päuschen und wieder los um nicht lang den Steg zu blockieren- hier war auch richtig was los.

























Über Seddin’ rinn in den Gosener Kanal. Kurz vor Ende scharf Backbord durch den Alten Spreearm in die Müggelspree. Charlotte hat ordentlich Neuwasser und bewundert die Häuschen in Neu-Venedig. Am Dreibock abgebogen geht’s rüber zum Rahnsdorfer Ruderverein. Dort angekommen brauchen wir erstmal eine Erfrischung. Ein Kommen und Gehen herrscht am Ufer und wir beobachten das geschäftige Treiben. 
Nun wollen aber auch wir weiter. Das Boot wieder ins Wasser geschubst und weiter gehts’s über die Bänke auf den Müggelsee.

Er scheint ruhig aber wir wissen das der Wind der heute herrscht nicht zu unterschätzen ist. Aktuell präsentiert es sich aber noch harmonisch. Also rüber über den Müggel'. 
Der Wind scheint zuzunehmen und ab der Hälfte wird es ungemütlicher. Die Wellen stehen höher und unser Boot muss diverse Wellenberge überbrücken. Wir pflügen uns weiter durch den Wasserberg und versuchen so wenig Wellen wie möglich ins Boot zu bekommen. Doch keinen Chance da trocken rauszukommen. Kurz vor der Einfahrt in die rettende Spree haut es uns mehrfach ordentlich Wasser über die Ausleger. Wir rudern was das Zeug hält und versuchen die Wellen nicht seitlich zu kassieren. Hier an der Einfahrt brechen die Wellenberge aber von allen Seiten. Durchhalten denken wir uns und konzentrieren uns darauf das Boot auf Kiel zu stellen.

Geschafft.

Der Wind drückte die Wellen noch tief in die Spree-Einfahrt hinein , so dass erst hinter der Biegung wir wieder ruhiges Fahrwasser fanden.

die Parkplätze werden knapp
Beim FRV legten wir an und wringten ersteinmal unsere nassen Sachen aus. Das Bierchen jetzt war verdient.

Auf dem rappelvollen Sattelplatz begrüßten wir unsere anderen TiB Kameraden und viele andere bekannte Gesichter der befreundeten Vereine. Die Sonne gab sich alle Mühe und trocknete schnell unsere nasse Kleidung und verpasste uns einen schönen Sonnenbrand wie wir dann später feststellen durften.























Andere hatten nicht soviel Glück. Die DLRG rückte aus und musste einem Achter auf dem Müggelsee helfen der vollgelaufen war. 

Rechtzeitig vor Sonnenuntergang ruderten wir wieder zurück zu TiB (diesmal dann doch den kurzen Weg) und kippten dort die gefühlten 200 Liter Müggelwasser aus dem Modulboot.

Was ein Abenteuer als Saisonauftakt. 2016 kann nur ein gutes Ruderjahr werden. Euch Allen ein solches.



2016 © Helge Kubath