Donnerstag, 26. Januar 2017

Masters Regatta Saison 2016

Die Regattasaison 2016 sollte in diesem Jahr etwas Besonderes werden, da ich in die nächst höhere Altersklasse „D“  (50-55 Jahre) aufgestiegen bin. Als jüngerer Ruderer hat man einen physiologischen Vorteil, den ich ausnutzen wollte.
Begonnen hat alles wie immer in Grünau am letzten April -WE zur Frühjahrsregatta. 
Ich hatte mich im Einer, Zweier und Vierer gemeldet.
Im Einer und Zweier war ich nicht so erfolgreich. Dafür war es im Doppelvierer umso besser. Wir gewannen das Rennen über die 1000 m mit 3:03 min. Eine sehr gute Zeit. 


Nach diesem Rennen fassten wir den Entschluss mit dieser Mannschaft auch in Kopenhagen bei den FISA-World-Masters (FWMR) zu starten. Die Mannschaft bestand aus einer Renngemeinschaft mit Christian Spitzer, Stefan Wende (Lobensteiner Ruderverein), Sven Gierspeck (Ruderverein Triton Leipzig) und Stephan Doering (TiB 1848). Nun werden sich die meisten fragen, wie soll da gemeinsames Training stattfinden? Das ist leider nur möglich, indem man sich an zusätzlichen Wochenenden trifft. Das haben wir dann einmal zum Herrentag über ein verlängertes Wochenende gemacht und am letzten August-WE in Vorbereitung auf unseren Saisonhöhepunkt die FISA-World-Masters (FWMR).

Die nächste Regattastation war Rüdersdorf an Pfingsten. Ich war nur am Sonnabend in zwei verschiedenen Altersklassen im Einer gemeldet. Beide Rennen habe ich gewonnen. Jetzt ging es schon besser. 


Noch besser war, das eines der beiden gewonnen Rennen im Lostopf für ein Ruderergometer im Wert von 1000,-€ war. Der Veranstalter hatte in seiner Ausschreibung acht Rennen festgelegt, aus denen die sportlich ermittelten Sieger in den Lostopf kamen. „Leider“ war die Verlosung erst am Sonntag, so dass ich nochmals hinfahren „musste“. Es geschah das Unglaubliche, die Turngemeinde wurde aus dem Lostopf gezogen. Wir gewannen das Ergometer. Damit können wir durch ein gewonnenes Rennen ein neues Ruderergometer unser Eigen nennen. 


Die Regatta in Werder a.d. Havel am 11./12. Juni war schon der erste kleine Saisonhöhepunkt, da es das Masters-Championat war. Es werden nur Altersklassenrennen ausgefahren. Das war dann eine erste Standortbestimmung.
Ich wollte dreimal Doppelvierer ohne Steuermann (4x-) in den Alterklassen B (Mindestdurchschnittsalter der Mannschaft 36 Jahre), C (43 Jahre) und D (50 Jahre) fahren. Leider fiel durch einen Krankheitsfall der Vierer in der Altersklasse D aus. Dafür gewannen wir die anderen beiden Alterklassen. Das war doch schon mal was!


Wir waren uns aber bewusst der Sieger immer der Gejagte ist und die anderen Mannschaften nicht ruhen werden bis sie uns geschlagen haben. Wie immer war Werder eine sehr schöne, ruhige Regatta für mich, da ich dann auch zu Hause übernachten kann und keine weite Anfahrt habe. 


Am folgenden WE hatte ich mich bereit erklärt an der Regatta des Lobensteiner Ruderverein teilzunehmen.
Ich brauchte aber keinen Hänger mit Booten mitnehmen. Das hat den „Regattastress“ dann doch begrenzt.
An zwei aufeinander folgenden WE Regatta ist auch zeitlich nicht so einfach. Man fährt Freitag nach der Arbeit los und ist am Sonntag Abend wieder zu Hause. Entschädigt wird man durch tolles Erlebnisse, sowohl von der Umgebung (man rudert auf der Bleiloch Talsperre mitten in den Bergen) als auch von den sportlichen Erfolgen.
Von vier Starts habe ich dreimal gewonnen. Wichtig war dabei vor allem im 4x- Rennpraxis zu bekommen.
Das gelang uns sehr gut. Wir haben zweimal gewonnen. In einem Rennen haben wir gegenüber einem „älteren“
Boot, sogar 16,5 s Zeitbonus aufgeholt. Und das auf 1000 m!


Die Euro-Masters-München vom 29.-31. Juli war die Regatta, bei der dann auch schon internationale Beteiligung war. 
Für einige war es der Saisonhöhepunkt, da sie nicht nach Kopenhagen fahren wollten. 
Für mich war es insofern schwierig, da ich vorher 3 Wochen Urlaub hatte. Also relativ unfit dort antrat.
Gemeldet hatte ich im Einer und dreimal Vierer in denAltersklassen B, C und D. In der Altersklasse D sollte es eine Standortbestimmung werden. Wir wurden Vierter von 7 Booten. In den anderen beiden Viererrennen mit unserer „Kopenhagen – Mannschaft“ sollten schon 2 Siege her. Am ersten Regattatag (Freitag) wurden wir Vierter. Eine herbe Enttäuschung bei unserem Anspruch, obwohl die ersten vier Boote innerhalb von 1,5 sec ins Ziel kamen. Uns war nicht bewusst wirklich einen Fehler gemacht zu haben. Aber die Anderen wollen halt auch gewinnen. Dafür klappte es am Samstag umso besser. Wir gewannen unser Rennen. Im Quervergleich mit dem Sieger der anderen Abteilung waren wir ca. 1 s schneller. „Na, geht doch!“ 


Im Einer, dem letztem Rennen am Wochenende war dann die „Luft raus“ für mich. Ich wurde Letzter.
Da haben sich dann doch die 3 Wochen Urlaub vorher bemerkbar gemacht. 


Jetzt war dann nur noch Kopenhagen als Höhepunkt der Saison. Ich nahm mir vor, auf jeden Fall eine Bootsklasse zu gewinnen. Die größten Chancen sah ich dabei im 4x-, da die Ergebnisse im 1x über den Saisonverlauf nicht so viel versprechend waren. Ich hatte mich im Einer in drei AK gemeldet B,C,D. und im Vierer in den AK B und C. Vier Wochen vor der FISA WM dann eine Hiobsbotschaft, Stefan Wende hatte sich den Mittelfuß gebrochen. Was nun? Es musste ¼ einer eingefahrenen Mannschaft ersetzt werden. Zusätzlich durfte der neue Ruderer die Mannschaft um nicht mehr als ein Jahr verjüngen. Wir konnten Goran Gavrilovic aus Offenbach gewinnen. Er erklärte sich auch bereit an unserem geplanten Trainingswochenende nach Bad Lobenstein zu kommen. Das hieß für mich zum vierten Mal in diesem Jahr die A9 bis Bad Lobenstein, davon einmal noch weiter bis München. Das Training war aber auch erforderlich. Wir mussten feststellen, dass obwohl wir alle auf höchstem Niveau in unseren Alterklassen fahren, es doch unterschiedliche Auffassungen vom Ruderschlag gibt. Viele Wege führen zum Ziel - dem Sieg. Am Ende hatten wir es dann im „Griff“. Das Boot „lief“ – es war nach unserer Auffassung schnell.

In Kopenhagen auf dem wunderschönen Campingplatz Charlottenlund angekommen machten wir erst mal einen Tag Sightseeing. Das Wetter spielte auch mit. Um die 22° Sonnenschein oder locker bewölkt und kaum Wind. Viele hatten uns im Vorfeld gewarnt, das die Strecke sehr windanfällig ist.
An den Regattatagen war jedenfalls alles in bester Ordnung.

Am Donnerstag war ich im 1x der AK-C dran. Ich hatte mir viel vorgenommen. Leider wurde es nur ein Vierter Platz. Aber dann kam der Freitag, 4x- in AK-B. In unserem Lauf war auch Thomas Lange (Doppelolympiasieger im Einer und mehrfacher Weltmeister) mit seinem Vierer aus Ratzeburg als reine Vereinsmannschaft. Bisher waren wir noch nie direkt aufeinander getroffen. Der Quervergleich in die andere Abteilung über die Zeit ist nur bedingt möglich. Deshalb gibt es im Rudern auch keine Zeiten – Weltrekorde.

In der ersten Hälfte des Rennens hatten wir mehr mit Argentinien zu kämpfen auf der Bahn neben uns. Bis zum Endspurt 300 m vor dem Ziel waren wir nur einen Luftkasten vorn. Dann gab ich als Bugmann das Kommando zum Endspurt. Wir konnten uns von den Argentiniern absetzen. Fünf Bahnen weiter aber kam unerbittlich Ratzeburg auf. Etwa 100 m vor dem Ziel gab ich nochmals das Kommando „Alles“. Im Ziel hat es dann aber nicht für uns gereicht Die Ratzeburger hatten uns mit 46/100 s abgefangen. Das entspricht einem halben Luftkasten nach 1000 m! 


Der spätere Einer in der AK-B lief überhaupt nicht. Ich wurde Letzter. 


Am nächsten Tag sollte es in der AK-C 4x- besser werden. Als Hauptgegner hatten wir eine Mannschaft aus Dänemark ausgemacht. Alle Ruderer in diesem Boot hatten vor Jahren an Olympiaden oder Weltcups teilgenommen.
Vom Start weg kamen wir  nicht richtig in die Gänge. Das Boot war unruhig und wir hatten Steuerprobleme, die für uns völlig ungewohnt waren. Im Ziel waren wir deutlich Dritter. Das hatten wir uns anders vorgestellt.
Dann kam die Erklärung von unserem Schlagmann. Bei seinem Steuerbordskull war der Griff lose, so das er nie richtig das Blatt setzen oder ausheben konnte. Das war ärgerlich aber nicht zu ändern.


Im abschließenden 1x- AK D wurde ich dann Vierter. 
Ein Rennen hatte ich zwar nicht gewonnen aber mit den Ergebnissen im Vierer war ich zufrieden.
Auf der Rückfahrt konnten wir auf der Fähre zwischen Gedser und Rostock dann die Sonne genießen.
In der gesamten Saison 2016 hatte ich schönes Wetter bei allen Regatten, keine Verletzungen oder Bootsschäden und Siege gab es auch. Im nächsten Jahr werde ich wieder angreifen. Denn „nach der Saison ist vor der Saison“.

Stephan Doering


Herbst Trainingslager 2016

Vom 17.10. zum 21.10. fand unser 2. Trainingslager im WSZ statt. 

Am Montag trafen sich sechs Junioren + Heiko und Leonard. Nach ersten Besprechungen fuhren wir zum Möbelhaus um den Saal im WSZ gemütlicher einzurichten. Dort kauften wir fünf Sitzsäcke, die die Zeit zwischen den Trainingseinheiten verschönerten. 


Am Montag morgen haben Gunnar und Heiko ein Tagesablauf geplant, der vier Trainingseinheiten am Tag beinhaltete, demnach ging es um 11 Uhr zur ersten Einheit. Alle Junioren wurden in Renn- bzw. C-Einer gesetzt und fuhren Richtung Müggelsee und zurück.

Nachdem alle gut wieder im WSZ angekommen waren aßen wir Mittag, welches jeden Tag von Heiko zubereitet wurde. Abends konnten wir zur vierten Einheit nicht auf das Wasser, da es um 20 Uhr draußen dunkel war. Deshalb haben wir mit Leonard Stabilitätsübungen gemacht. (Leonard hat Heiko am ersten Tag als 2. Trainer unterstützt) 


Am Dienstag begann unser Tag etwas verschlafen kurz vor 7:30 Uhr mit der ersten Trainingseinheit. Allerdings stellten wir schnell fest, dass es sich lohnt so früh auf das Wasser zu gehen, da es noch unberührt von Motorbooten und Berufsschifffahrern war. Nachdem Frühstück ging es erstmals mit der Amsterdam zu Wasser, nur Gunnar blieb im Renn-Einer. 


Das Rennboot Amsterdam ist ein gesteuerter Doppelvierer, der neue Ausleger bekommen hat, weshalb wir ihn unbedingt ausprobieren mussten. Leider lief das Boot nicht sehr gut, aber man hat die Verbesserung innerhalb der Fahrt gut gespürt, wofür ein Trainingslager schließlich da ist. Gunnar fuhr bis zur Bammelecke um sich auf die Langstreckenregatta im November vorzubereiten, weshalb er das Trainingslager hinüber auch im Einer blieb. 


Die vierte Einheit fand wieder im Kraftraum statt, diesmal mussten wir zwei Kraftkreise machen. Nach abendlichen Gesprächsrunden gingen wir über Nacht Energie für den nächsten Tag tanken, denn dieser begann wieder zur gleichen Uhrzeit.

Bei der ersten Einheit hatten wir leider nicht so viel Glück mit dem Wetter, dafür blieben wir für den Rest der Woche weitestgehend trocken. Allmählich hatten wir uns an den Tagesrhythmus gewöhnt.
Am Mittwoch haben wir als 3. Einheit eine Stunde Fußball gespielt, um dann ab 17 Uhr zusammen mit Anna Lasagne, Nudelsalat und Obstsalat zuzubereiten. Nach dem leckeren Essen setzten wir uns nochmal für eine halbe Stunde auf das Ergometer.


Der Donnerstag lief ganz nach unserer Routine ab, bis Heiko, Gunnar, Laura und ich (Gudrun) den Uni-Kurs mitmachten, wo wir unter dem Sternhimmel durch die Nacht gefahren sind. 

Am Freitag konnten wir nur zwei mal raus fahren, weil unser Trainingslager langsam dem Ende zuging. Nach dem Mittag haben wir unsere sieben Sachen gepackt und den Saal aufgeräumt. Daraufhin haben wir uns verabschiedet und uns auf den Nachhauseweg gemacht. 
Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Trainingslager in den Osterferien 2017.


Gudrun Tretzsch

Donnerstag, 1. Dezember 2016

1. Ergo-Cup der Turngemeinde in Berlin mit Laser-Ergo-Biathlon


1. Ergo-Cup der Turngemeinde in Berlin mit Laser-Ergo-Biathlon am Sonntag, den 26.02.2017 um 11 Uhr

Ausschreibung für alle Mitglieder der Ruder- und Kanuabteilungen der TiB Familien und Freunde sind als Zuschauer und zum Anfeuern eingeladen!

Wettkampftag: Sonntag 26.02.2017

Wettkampfort: TiB Wassersportzentrum, Bruno-Bürgel-Weg 127-131, 12439 Berlin 

Wettkampfbeginn: 11 Uhr

Meldeschluss (verbindlich): Sonntag 12.02.2017
Meldung unter Angabe des Geburtsdatums an: Florian Mittelbach, tibergocup@gmail.com

Gerudert wird auf Concept2 Ruderergometer.

Regattabeiträge
:
  • Rennen 1-4: 2,00 €
  • Rennen 5-8: 2,00 €
  • Rennen 9 und 10: 5,00 €
    Rennfolge (Hinweis zur Wertung gemeinsamer Altersklassen s.u.):

Rennen 1 11:00 Uhr: 500 Meter / Juniorinnen bis 18 Jahre
Rennen 2 11:15 Uhr: 500 Meter / Frauen ab 18 Jahre
Rennen 3 11:30 Uhr: 500 Meter / Junioren bis 18 Jahre
Rennen 4 11:45 Uhr: 500 Meter / Männer ab 18 Jahren
Rennen 5 12:30 Uhr: 2.000 Meter / Juniorinnen bis 18 Jahre
Rennen 6 12:45 Uhr: 2.000 Meter / Frauen ab 18 Jahre
Rennen 7 13:00 Uhr: 2.000 Meter / Junioren bis 18 Jahre
Rennen 8 13:15 Uhr: 2.000 Meter / Männer ab 18 Jahren
       

Allgemeine Wettkampfeinweisung Ergo-Biathlon 13:45 Uhr
Eine Einweisung in Handhabung und Einschießen mit dem Lasergewehr (10 Schuss) ist von 11 Uhr an möglich. 

Rennen 9 14:00 Uhr: 1.500 Meter Laser-Ergo-Biathlon Juniorinnen / Frauen 
Rennen 10 15:00 Uhr: 1.500 Meter Laser-Ergo-Biathlon Junioren / Männer


Ablauf Rennen 9/10:
1. Rudern I: 500 m
2. Lasergewehr-Schießen I: 5 Schuss auf 5 Zielscheiben

a. ggf. 50m-Strafrunden je nicht getroffener Zielscheibe 3. Rudern II: 500 m
4. Lasergewehr-Schießen II: 5 Schuss auf 5 Zielscheiben
a. ggf. 50m-Strafrunden je nicht getroffener Zielscheibe

5. Rudern III: 500 m

Erläuterung zur gemeinsamen Wertung der Altersklassen Rennen 1-8:
  • Die gemeinsame Wertung verschiedener Altersklassen wird ermöglicht durch eine vergleichende Wertung.
  • Die Ergebnisse werden ins Verhältnis zu den aktuellen Concept2 Indoor Weltrekorden der Strecken (basierend auf Alter, Geschlecht und Gewicht) gesetzt.
  • Die ermittelten Abweichungen werden miteinander verglichen und in einer gemeinsamen Tabelle erfasst. Die geringste Abweichung gewinnt!
  • Hier ein Beispiel:
o Teilnehmer 1: männlich, Leichtgewicht, 45 Jahre
§ Weltrekord 500m = 1:23,5 § eigene Zeit = 1:39,1
• => Abweichung beträgt 18,68%

o Teilnehmer 2: männlich, Schwergewicht, 35 Jahre
§ Weltrekord 500m = 1:10,5 § eigene Zeit = 1:26,9
• => Abweichung beträgt 23,26%

o Ergebnis desVergleichs:Teilnehmer 1 gewinnt!

Wertung Rennen 9 und 10:
• alle Altersklassen übergreifend 

Alle Infos zum Download.

Freitag, 25. November 2016

Stadtbesichtigung mal anders

Irgendwie kennt es jeder, Sightseeingbusse oder Tourguides mit Schirmen und die Besonderheiten unserer Stadt den Touristen erklären und zeigen. Mmmh, dachten wir uns…dass können wir auch, aber in Ruderbooten.
Also haben wir auf der Internetseite des Deutschenruderverbandes (DRV) Ruderer zur Stadtbesichtigung am 22. und 23.Oktober nach Berlin eingeladen. Unser Wassersportzentrum diente gleich zur Übernachtung, dafür haben wir ja 20 Betten in unserem Haus.
Zwei Ruderer aus Hamburg haben sich gemeldet und wollten unser neues Angebot nutzen. Durch eigene neue Mitglieder, die diese Fahrt ebenfalls noch nie gemacht hatten konnten wir am 22. Oktober gegen 10 Uhr mit einem gesteuerten Vierer und einem gesteuerten Zweier unser Tour starten.

Auf der Spree in Richtung Stadtmitte führte unserer Weg am alten Industriestandort Schöneweide, am Treptower Park, am Osthafen vorbei bis zur Oberbaumbrücke. 


Dort verließen wir die Spree durch die Oberschleuse des Landwehrkanals und folgten diesen am Maybachufer, Urbanhafen, Hallesches Ufer/ Tempelhofer Ufer, Schöneberger Ufer, Lützowufer, Reichpietschufer bis zur Unterschleuse im Tiergarten. Nach der Schleuse auf Höhe Einsteinufer, Salzufer vereinigt sich der Landwehrkanal wieder mit der Spree und wir folgten dieser bis zur Charlottenburger Schleuse.



Nach unserem Schleusenvorgang fuhren wir auf der Spree weiter bis nach Spandau, wo sich die Spree mit der Havel vereinigt. Hier bogen wir in Richtung Süden um dann nach ca. zwei Kilometer in den Südhafen zu fahren. Hier im Südhafen ist das Bootshaus von TiB Tiefwerder, wo wir durch Roman herzlich empfangen wurden. 

Nachdem wir die Boote aus dem Wasser geholten hatten und uns etwas erholt haben, stiegen wir in ein Taxi um wieder zurück zum Wassersportzentrum zu fahren. Dort starteten wir auch mit der Taxifahrt nach Tiefwerder am Sonntag Morgen. Heute musste der längere Abschnitt der Tour bewältigt werden. Alle wirkt frisch, fröhlich und frei (zu mindesten drei F´s unseres Logos werden erfüllt…;o)). Also ran ans Werk und die Boote ins Wasser gebracht.

Über die Havel (vorbei am Grunewald und seinem Bismarckturm), dem Wannsee, kleinem Wannsee, Pohlesee, Stölpchensee und Griebnitzsee (hier begleiteten und begegneten uns auch reichlich andere Ruderboote durch ihr Sonntagstraining oder ihr Abrudern) gelangten wir zum Teltowkanal. 


Dem galt es nun lange 28 km bis nach Neukölln zu folgen um dann wieder über den Britzer Verbindungskanal die Spree und unser Bootshaus zu erreichen. Glücklich und erschöpft landeten wir kurz vor 18 Uhr an und nach dem Putzen der Boote lösten sich das Team mit einer gewissen Müdigkeit und vielen Eindrücken auf. 


Es war toll mit euch und danke an Laura, Grudrun, Leonard, Bernhard, Dietmar und unsere Gäste Sandra und Jakob für eine gelungen und schöne Tour.


Heiko Engel

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Sternfahrt Wiking

Am 15. Oktober 2016 veranstaltete die Rudergesellschaft Wiking e.V. das 14. Neuköllner Ruderfestival.
Die Mittwochsrunde vertreten durch acht Teilnehmer und zwei Sportsfreunde aus Klein Köris trafen sich Frühmorgens im Bootshaus (WSZ). Wir waren alle gut drauf und nach der Begrüßung gingen alle an unsere Barke und machten sie startklar. Bei gutem Wetter ging es dann Richtung Treptow, zur neuen Spreebrücke, wo wir eine kleine Pause einlegten.


Dann ging es in den Britzer Zweigkanal zur Rudergesellschaft Wiking. Dort haben wir seit Jahren einen Anlegeplatz ca.150m vom Vereinsgelände entfernt. Wir wurden wie immer sehr gut versorgt, Lachsbrötchen, Hackepeterbrötchen, Bouletten, Kuchen, Getränke usw.


Aus dem wunderschönen Saal schauten wir der Regatta zu wie die aktiven Ruderer bei Regen um die Plätze kämpften. Gegen 16.00 Uhr traten wir die Heimreise an.
Danke an alle Sportsfreunde…


Mike Rolle

Montag, 24. Oktober 2016

Puhlstromfahrt 2016

Es ist Mitte Oktober. Das Laub an den Bäumen fängt langsam an sich zu verfärben. Die Temperaturen werden kühler.
Ich treffe mich mit Klaus R. und fahre mit ihm nach Klein Köris zum Ruderverein Sparta. Von hier aus soll die Puhlstromfahrt starten. Fahrtenleiter ist Andreas A., den ich bereits von unserer Oder-Umfahrt in diesem Jahr kenne.
Im Vereinshaus angekommen, sehe ich noch mehr bekannte Gesichter. Keule von der TiB (ok - ihn habe ich auch erwartet), John und Arne vom Ruderklub Viking aus Dänemark, Klaus aus Tegelort (mir auch aus Dänemark bekannt). Dann natürlich die Kameraden aus Sparta: Andreas, Andi und Kai (der ist mir allerdings neu) und noch diverse weitere, die man dann sicher zum Abrudern wieder sieht.

Am Abend erst mal gechilltes Wiedersehen. Ich penne bei Klaus in seiner kleinen Finnhütte auf dem Vereinsgelände. Schön, das auch mal von innen zu sehen.

Am nächsten Morgen werden die neun Boote fertig gemacht. Vier gesteuerte Zweier und fünf Ohne gilt es zu besetzen. Ich bekomme John aus Dänemark als Obmann zugewiesen und wir rudern gemeinsam in der "Springsee".

Neun Boote liegen abfahrtbereit - letzte Besprechung zur Bootseinteilung (2016©HelgeKubath)

Noch keine 20 Meter vom Ufer fällt mein Rollsitz aus. Klemmt bzw. rollt nicht. Also Ersatzrollsitz. Der geht erst mal. Aber auch hier merke ich bald, dass er immer wieder hakt. Egal. Wir sind schon auf dem Hölzernen See und gleich kommt die Schmölde. Die zieht sich – wie immer.

Dahinter geht es dann aber in die Dahme, immer stromaufwärts. Die erste Schleuse lassen wir links liegen und nutzen lieber die Schurre. Wir müssen eh noch etwas auf die Anderen warten und genießen unsere erste längere Pause.
Gute 6 Kilometer später bekomme ich in der Schleuse "Hermsdorfer Mühle" meine Gelegenheit und mopse mir aus einem anderen Boot noch einen Ersatzrollsitz. Aah - der funktioniert. Hinter der Schleuse geht’s weiter.

Immer weiter durch kräftig grüne Bewaldung rechts und links. Erstaunlich für Mitte Oktober. Es weht ein frischer Wind, aber die Temperaturen sind nicht wirklich kalt.
Am Kilometer Null gehts weiter den Dahme-Umflutkanal bis zu einem Überfallwehr in Märkisch Buchholz. Es gibt keine Schleuse. Nur eine alte Bootsschleppe führt unter der Straße die knapp 10 Meter hoch zum weiterführenden Kanalzug.

Ab da heißt es 1000 Meter rudern und das Ganze wiederholt sich - nicht ganz so steil, dafür mit einer harten Kurve und einem noch verrosteteren Schleppwagen. Gemeinsam zerren wir unsere neun Boote über die Anhöhen und lassen sie danach wieder zu Wasser. Das kostet nicht nur Zeit sondern auch Kraft. Es war der anstrengendste Part bei der ganzen Tour.

Festmachen vor Großwasserburg (2016©HelgeKubath)

Nach den zwei Schurren geht es relativ relaxed weiter über den Köthener See, durch die letzte Schleuse bis Groß Wasserburg. Hier beziehen wir für die nächsten Nächte Quartier.

Im Großen Saal sucht sich jeder eine kleine Ecke und bereitet sein Nachtlager vor. Danach gehts in die gute Stube, um zu lachen und zu klönen.

Gemütlich bei unserem Gastgeber (2016©HelgeKubath)


Am nächsten Morgen heißt es frisch machen – Puhlstrom wir kommen.
Durch die Wasserburger Spree schlängeln wir uns durch. Spätestens jetzt weiß man, wieso hier mit keinem Vierer gerudert werden kann. John gibt in einer Tour Kommandos: Steuerbord über, Backe lang, Kappenalarm… Es ist Abenteuer pur. In den Innenkurven muss man auf Sandbänke achten, beide Ufer sind von umgestürzten Bäumen gesäumt oder diese hängen so tief, dass wir uns klein machen müssen. Einmal lag ein Baum sogar komplett über dem Wasserlauf, so dass wir uns lang auf den Rücken legen mussten und uns mit den Händen unter dem Baum durchgezogen haben. Fünf Zentimeter weniger und es hätte nicht mehr gepasst. 

Kai und TK  - kleine Pause irgendwo im Nirgendwo (2016©HelgeKubath)

Den genauen Weg, den wir gerudert sind, kann ich gar nicht mehr wiedergeben - oft rätselten wir, wo es nun lang geht. Ich glaube, wir sind über den Krügers Strom, dann langes Horst Fließ auf den Puhlstrom. Dort legten wir an und haben erstmal ordentlich gegessen.

Hunger… (2016©HelgeKubath)


Auf dem Rückweg durch das Spreewald-Labyrinth finden sich ca. vier Boote gleichzeitig an einer kleinen Raststätte ein. Kurz mal durchatmen, Toilette und weiter geht's. So gedacht, aber beim Einsteigen ein Malheur und PLATSCH…stehen Klaus und Keule bis zur Taille im Spreewaldwasser. Sehr zu unserem Vergnügen betrachteten wir Keule, wie er seinen Kahn "Iltis" wieder trocken legte. Aber die beiden alten Hasen nahmen es mit Humor und ruderten in leicht klammer Kleidung das letzte Stück bis zu unserer Herberge, wo es trockene Kleidung, Speis und Trank gab.

so schnell kann's gehen ;-) (2016©HelgeKubath)

Am Nächsten Tag hieß es zurück zu rudern. Leider mit etwas Druck, denn der Schleuser von der Hermsdorfer Mühle kam extra für uns am Sonntag zu seiner Dienststätte. Vielen Dank dafür von uns Allen.
Keule muss sein Boot alleine in die Schleuse bringen - (PS: das ist nicht die Hermsdorfer Schleuse!) (2016©HelgeKubath)

maximal zwei Boote passen in diese Schleuse - Kai: Schön festhalten (2016©HelgeKubath)

Doch vorher hatten wir noch die diversen Schurren zu bändigen. Was für eine Tortur. Das Schurren ist anstrengender als die Ruderei. Dennoch - wir kamen alle wohlbehalten wieder in Klein Köris an und mussten erst mal die neun Boote wieder schrubben.

Als auch dies geschehen verabschiedeten wir Andreas als unseren Fahrtenleiter. Er gibt nach 20 Jahren nun das Zepter an Kai ab. Alle hatten riesigen Spaß und versprachen sich, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein.


2016©HelgeKubath